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Konzertabend in Leingarten - ein wundervoller musikalischer Hochgenuss

 

Lange bevor der letzte Kuchen aufgeschnitten war, trafen sich viele fleißige Helfer am 17. März 2018 in den Räumen des Kulturgebäudes in 74211 Leingarten, um die Vorbereitungen für den Begegnungsnachmittag und den Konzertabend zu treffen. Kurz vor 15.00 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Musikalisch wurden sie von Kara und Anton Kappes begrüßt, welche mit ihrer Musik Heimatgefühle weckten und wesentlich zur guten Laune aller Anwesenden beitrugen. Bei heimatlichen Weisen, einem leckeren Kuchen und einem heißen Getränk wurde rege geplaudert und sich ausgetauscht. Christel Muranyi traf ehemalige Nachbarn im hohen Alter von 85 und 90 Jahren und sagte anschließend: "Dass ich sie nach so langer Zeit wieder sehen konnte, war für mich die größte Freude ... zu sehen, dass manche Dinge sich dann doch nicht ändern und ihre Freude und Herzlichkeit nach so vielen Jahren noch Bestand hat, hat mich unglaublich begeistert." Welch wertvolle Begegnung! Und es sollte nicht die einzige an diesem Nachmittag bleiben. Die Herzlichkeit und gute Laune schlug wie ein Lauffeuer um sich. Mitten drinnen eines der bekanntesten Gesichter Sanktannas: Unsere Mara Kayser, die sich sichtlich wohl fühlte im Kreise ihrer Landsleute und Fans. Die waren eigens aus weiter Entfernung (Nähe Holländischer Grenze, Odenwald, München, Norddeutschland ...) angereist um die "gute Sache" zu unterstützen und dabei ein Konzert der extra Klasse zu erleben. Für Caetan Muranyi, einer der 300 Gäste des Abends, war es ein "muss" dabei zu sein: "Es war abzusehen, dass es ein kleines Sanktannaer Treffen werden wird. Und in der Tat war ich überrascht, nach 30 Jahren Auswanderung, dass man ein Weilchen braucht, den Nachbarn, den Freund, den Bekannten vom Cursâfahren, mit denen man täglich zu tun hatte, wieder zu erkennen. Und wie einfach und schön es ist, nahtlos an alte Zeiten anknüpfen zu können". Überall sah man die strahlenden Gesichter, auf denen sich die Wiedersehensfreude wiederspiegelte. Manch Überraschung hielt der Nachmittag bereit, während im Großen Saal die Licht- und Tontechniker: Michel Reinholz, Sepp Werner, Karl Hell und Valentin Hell, akribisch genau den Abend vorbereiteten. Eine kleine Probe dazwischen für die Feinabstimmungen klappte problemlos, während sich der kleine Saal und das Foyer füllte. Hier konnte man sich an dem Info- und Verkaufstisch über den Förderverein "Mutter-Anna-Kirche Sanktanna e.V." informieren und viele selbst gebastelte Sachen erwerben. Ganz nach dem Banater Motto "Nichts wird weggeschmissen, alles ist noch für irgendetwas gut" haben treue Sanktannaer und Unterstützer des Fördervereins nette Kleinigkeiten gebastelt, bedruckt und zum Verkauf dem Förderverein zur Verfügung gestellt. Der Nachhaltigkeitsgedanke stand dabei Pate. Zur Saaleröffnung waren bereits viele Leingartener Bürger erschienen. Im Amtsblatt, in der Zeitung und viele ausgehängte Plakate kündigten bereits zwei Wochen vorher das Benefizkonzert an. Der Veranstaltungsraum bot ein wunderbares Ambiente für den musikalischen Genuss des Abends. Die weißen Birkenstämmchen auf der Bühne, geschmückt mit selbst gebastelten Bast-Ostereier, hoben sich wirkungsstark vom schwarzen Hintergrund ab. Frühlingsblumen setzten wirkungsvoll bunte Farbtupfer. Das ganze Bühnenbild passte harmonisch ins Gesamtbild des Tages. In der Begrüßung zu Beginn des Konzertes stellte Katharina Hell kurz den Förderverein vor und bereitete den Weg für die Künstler des Abends.  Mit "Ich zeig dir meine Welt" eröffnete Mara Kayser das Konzert und hielt Wort: Einen wahren Liederteppich breitete sie aus und zeigte uns eine Welt voller Gefühl und Phantasie. So sang sich Mara in die Herzen ihres Publikums und ließ die begeisterten Zuhörer selbst mitsingen. Herbert Hellstern, der erste Vorsitzende des Fördervereins und begeisterter Mara Kayser Fan fasste nach dem Konzert zusammen: "Die Reaktionen des Publikums waren überwältigend. Das ist den sehr zu Herzen gehenden Schlagern von Mara Kayser sowie den Beiträgen des Singkreises zu verdanken. Ich werde diesen Abend in unvergesslicher Erinnerung behalten. Ich und bestimmt auch viele im Publikum sind Zeuge eines musikalischen Hochgenusses geworden".  Diese harmonische Einheit zeigte sich auch im Duett mit Michael Reinholz, Mara Kaysers Bruder und musikalischen Partner der "Eurosound Gruppe", zu der auch Sepp Werner zählt. Herr Hellstern schwärmte nach dem Konzert: " Wir haben eine wunderbare Symbiose von Mara Kayser und Ihrem Bruder sowohl in musikalischer,  wie auch in menschlich geschwisterlicher Hinsicht wahrgenommen." Zusammen sangen beide auch Ständchenlieder für Sanktanna - eine besondere Liedgattung, die auf einen ganz besonderen Sanktannaer Brauch zurückgeht: dem "Ständchensingen". "Abends steht beim Fensterlein" geht auf Textteile von Karl Abt, 1842, zurück und vermischte sich mit einem anderen Liebeslied zu einem der meist gesungenen Ständchenlieder in Sanktanna. Das zweite obligatorische Ständchenlied: "Schönster Schatz verzeih es mir", geht in seinen Anfängen auf das 17. Jahrhundert zurück. In Sanktanna wurde es durch die Jugendkulturgruppe "VKSK" (Vereinigte Kulturgruppe Sanktanna Komlosch), deren Gründer Anton Bleiziffer war, bekannt gemacht und geht auf eine Initiative des Vaters von Mara Kayser und Michael Reinholz zurück. Welch Erinnerungen vor dem geistigen Auge der Sanktannaer Zuhörer vorbeizogen, kann man sich gedanklich ausmalen. Der "Freiburger Singkreis" welcher extra mit einem großen Reisebus anreiste, brachte uns mit  "Grüße aus Freiburg", einem alten Wanderlied von Anton Bleiziffer bearbeitet, die Grüße seiner Wahlheimat mit. Die meisten dargebotenen Lieder stammten aus der Feder von Anton Bleiziffer, dem Leiter des Freiburger Singkreises, der bereits mehrfach auf Grund seiner unzähligen Beiträge als Kulturschaffender und Kulturvermittler ausgezeichnet wurde. Herbert Hellstern sagte anschließend: "Die Lieder des Singkreises haben sich durch besondere Treue zur Heimat Sanktanna ausgezeichnet und sind den Sanktannaern zu Herzen gegangen." Auch die "Kirchweihpolka" 1968 von Bleiziffer komponiert durfte nicht fehlen. Solistisch glänzten Theresia und Josef Rentz und Elfriede Mayer. Die positiven und emotional bewegenden Rückmeldungen aus dem Publikum blieben nicht aus. Die Mara Kayser Fangemeinde sagte, die Freiburger hätten in ihnen bis dato nicht dagewesene Heimatgefühle geweckt, die Lieder seien ihnen "unter die Haut gegangen" und sie waren beeindruckt und gerührt "über so ein klares Bekenntnis zu ihrer Identität". Sie seien von einem klassischen Mara Kayser Konzert ausgegangen und hätten diesen emotional bewegenden Abend nicht erwartet. Es kam sogar die Frage auf, ob die Lieder und Texte von Anton Bleiziffer auch von ihnen in ihren Chören gesungen werden könnten. Auch Fragen von Leingartener Konzertbesucher nach dem Banat und den Banater Schwaben blieben nicht aus. So leistete dieser Abend unverhofft aber ganz stark einen großen Beitrag zur Aufklärung und Transparenz unserer Geschichte und zog weite Kreise, auch über das Konzert hinaus. Caetan Muranyi erzählte uns nach dem Konzert folgendes: "Rechts und links von uns saßen zwei Paare aus Siebenbürgen, die sich seelisch verpflichtet fühlten, diese Idee zu unterstützen und diesen kulturellen Rahmen zu nutzen, um Ihren Beitrag zu leisten." Er selbst war jahrelang Mitglied des Freiburger Singkreises. Heute singt in dritter Generation seine Tochter Christine und die 11-jährige Enkeltochter Lea mit "an einem Abend der kulturell sowie emotional sehr ans Herz ging. Dass man dann noch die Gelegenheit hatte, seinen bescheidenen Beitrag leisten zu können für die Renovierung der Mutter-Anna-Kirche, rundete diese Veranstaltung erst richtig ab. Nicht zuletzt hat der gesamte Tag dermaßen beeindruckt, weil Katharina Hell mit all Ihren zahlreichen Helfern einen Rahmen geschaffen hat, bei dem man sich herzlich willkommen und aufgehoben fühlte. Dieser Kraftaufwand aller Beteiligten verdient unseren herzlichsten Dank." Dies haben wir vor allem unserem musikalischen Aushängeschild Mara Kayser zu verdanken, die die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen veranlasst hat. Frau Eberling aus Leingarten schreibt im Anschluss an das Konzert folgendes an Mara Kayser: "Hab mich dann übers Internet schlau gemacht um Sie und ihre Musik kennen zu lernen. War sehr beeindruckt. Hab mich sehr wohl gefühlt. Es war einfach ein sehr herzlicher emotionaler Abend. Hab ihn sehr genossen." Keine andere Interpretin in ihrem musikalischen Segment konnte sich häufiger in den deutschen Rundfunk-Hitlisten platzieren als sie" lesen wir auf der Homepage Seite von Mara Kayser. Dieser Abend lieferte die Bestätigung: Die Melodien die Mara Kayser mit ihrer samtweichen Stimme sang, erschlossen zauberhaft unsere Herzen. Ihre Stimme erinnert an "Klatschmohn im Sommerwind" auf der Banater Heide. Stark und wirkungsvoll, so wie die Wellen des Schwarzen Meeres die Küste erreichen, erreichte sie die Zuhörer. Mara Kayser lebt ihre Musik und geht mit jedem Takt in der Musik auf. Aber nicht nur das, Mara Kayser nimmt auf diese Reise jeden ihrer Zuhörer mit und durchlebt mit ihnen den Zauber ihrer Welt. "Die Professionalität von Mara Kayser und ihres Teams hat das Publikum mitgerissen" so Herbert Hellstern. Ganz nebenbei gibt Mara Kayser Einblicke in ihre Gefühlswelt. In "Du bist perfekt für mich" hat sie eine wahre Geschichte umgesetzt und rätselt frech und satirisch wie sie einen Verehrer loswerden will. An der Seite ihres Produzenten W. G. Herrmann hat sie sich zu einer außergewöhnlichen Textdichterin entwickelt, die auch für andere Künstler erfolgreich schreibt. "Unser kleines Lied" stammt aus ihrer Feder und widmet sich der Erinnerung an ihre Mutter:  "Mit diesem Lied bist du immer bei mir/Mein ganzes Leben verdanke ich dir/An deiner Hand war auch der schwerste Weg ganz leicht/Wenn dieses Lied auch verblasst mit der Zeit/Es legt die Spur in die Ewigkeit/Wenn alles vergeht/Ich weiß die Liebe sie bleibt." Mit diesem Lied hat Mara Kayser es geschafft eine Brücke in die Vergangenheit zu schlagen. In Gedanken waren wir bei unseren lieben Verstorbenen und es ist mehr als verständlich, dass an dieser Stelle Tränen im Publikum flossen. Viel zu schnell verging die Zeit. Als Mara Kayser am Ende des Konzertes von ihrer Kirche der Kindheit schwärmte, der guten Akustik und den Erinnerungen die sie damit verbindet, war klar, dass auch sie mit ganzem Herzen hinter dem Benefizkonzert steht. Es war ihr erstes Benefizkonzert für die Mutter-Anna-Kirche in Sanktanna, im schönen Banat. Dass sie sich aber für eine Sache einsetzten kann, hat sie in der Vergangenheit oft bewiesen.  Zum Beispiel für den Wiederaufbau des abgebrannten Rathauses in Sasbachwalden, beim Einsatz für benachteiligte Kinder beim Benefizkonzert der Stiftung "Künstler helfen Kinder" oder bei der Benefizgala für "Mein Hoffnungsschimmer e.V." für Menschen die an Krebs erkrankt sind. Solch mitfühlende und entschlossen handelnde Menschen sollte es mehr geben. "Stehender Applaus für Mara Kayser, ihr Team und für den Freiburger Singkreis waren die verdiente Anerkennung für einen wundervollen musikalischen Hochgenuss" so Herr Hellstern nach dem Konzert. Der Vorstand des Fördervereins "Mutter-Anna-Kirche Sanktanna e. V." dankt von ganzen Herzen Mara Kayser, Michael Reinholz, Sepp Werner, Anton Bleiziffer und dem Freiburger Singkreis für dieses ehrenwerte Engagement und die Ehre des Benefizkonzertes zu Gunsten der Renovierung der Mutter Anna Kirche Sanktanna/Banat. Ebenso ergeht der verdiente Dank an alle die durch ihren löblichen Einsatz in der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung des Konzertes einen Beitrag geleistet haben. Danke für die Kuchenspenden und die Spende von Germstrudel und Salzkipfel - Markenzeichen unserer Banater Backkünste. Danke an alle die keine Mühe gescheut und den weiten Weg auf sich genommen haben um diese Aktion zu unterstützen. Caetan Murany: "Keine Frage, dass auch Sie glücklich und zufrieden den Heimweg antraten. Dieser war aufgrund eines Schneesturms in der Tat nicht ganz einfach, doch hat sich jede Mühe gelohnt – fühlte es sich doch an wie in jungen Jahren, als wir mit einem ähnlichen Gefühl das Câminul Cultural verlassen hatten nach einem gelungenen Theaterabend mit dem Vetter Matz auf der Bühne. Es hat Spaß gemacht dabei zu sein und Freude, dies alles miterleben zu können – der Erfolg sei allen gegönnt."

Weitere Konzertbilder auf www.mutter-anna-kirche.de

Katharina Hell, Leingarten